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1945

Dresdner Bombeninferno

Historiker korrigieren Opferzahl


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Das zerstörte Dresden: Das zerstörte Dresden nach den Bombenangriffen der Alliierten in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945. Über die genauen Opferzahlen wurde bis heute gestritten - jetzt herrscht endlich Klarheit.

35.000 Tote - so hoch wurde die Zahl der Opfer der Dresdner Bombennacht bisher von Forschern zuletzt geschätzt. Jetzt stellte eine Historikerkommission nach akribischen Untersuchungen fest: Tatsächlich starben damals bis zu 25.000 Menschen.


Das Licht flackerte, dann ging es Schlag auf Schlag. Krachen, Dröhnen, Schreie, der Boden bebte - am 13. Februar 1945 brach die Hölle über Dresden herein: Britische und amerikanische Bomber verwandelten die Stadt in ein flammendes Inferno. Der Angriff der Alliierten auf die Elbmetropole gilt als eines der verheerendsten Bombardements des Zweiten Weltkriegs - und bietet seit jeher Anlass für Spekulationen.

In deren Zentrum steht vor allem die Zahl der Toten. Tausende Zivilisten waren dem Feuer, das vom Himmel fiel, zum Opfer gefallen, aber wie viele genau, das wusste niemand. Diese Tatsache machten sich seit jeher Neonazis zunutze: Sie versuchten in den vergangenen Jahren, die Bombenangriffe auf deutsche Großstädte in einen deutschen «Holocaust» umzudeuten und die Trauer um die Toten für ihre Zwecke zu missbrauchen. Der Angriff auf Dresden spielte dabei eine zentrale Rolle, er sollte den vermeintlichen Terror durch die Alliierten belegen - entsprechend wurden die Opferzahlen in die Höhe getrieben. Von mindestens einer halben Million Toten in Dresden war die Rede.

Um endlich Klarheit zu schaffen und die Spekulationen zu beenden, war im November 2004 vom damaligen Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) eine Historikerkommission eingesetzt worden. Sie sollte der Instrumentalisierung der Opferzahlen entgegenwirken - und präsentierte jetzt Ihre Erkenntnisse: In Dresden seien damals maximal 25.000 Menschen ums Leben gekommen, erklärten die Experten am Mittwoch bei der Vorstellung eines Zwischenberichtes. Bislang seien 18.000 Luftkriegstote nachgewiesen worden.

Ordentliche Registrierung der Toten

Bei ihren Untersuchungen stützten sich die Historiker vor allem auf Archivmaterial. Allein im Dresdner Stadtarchiv seien 780 laufende Meter Akten ausgewertet worden, hieß es. Viele Unterlagen seien erstmals gesichtet worden. Befragt wurden ferner Dutzende Zeitzeugen. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass die im Bombenhagel zerstörten Häuser und Luftschutzkeller sorgfältig geräumt wurden. Die Mehrzahl der Toten sei in den Kellern erstickt oder von einstürzenden Mauern erschlagen worden.

Die Kommission erklärte, sie könne belegen, dass auch auswärtige Luftkriegstote von den Behörden erfasst worden seien. Auch deute nichts darauf hin, dass Menschen im Feuersturm rückstandslos verbrannt sein könnten. Vielfach wurde bislang vermutet, dass viele Flüchtlingstote nicht registriert wurden. In Dresden hielten sich Anfang 1945 Zigtausende Flüchtlinge aus dem Osten auf.

Doch die Bergung, Registratur und Bestattung der Toten sei gemessen an der Situation im zerstörten Dresden "bemerkenswert geordnet verlaufen". Die damaligen Statistiken zu Luftangriffen von Februar bis Juli 1945 erwiesen sich "als in der Größenordnung korrekt", so die Experten, wenn auch "im Detail nicht exakt".

Ein endgültiges Ergebnis wollen die Experten nach Auswertung weiterer Quellen im kommenden Jahr vorlegen. Die Kommission schloss jedoch aus, dass sich die Zahl der Opfer im Verlauf der weiteren Untersuchungen noch wesentlich ändern könnte.

mhe/AP/ddp


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Debatte

insgesamt 2 Beiträge zur Debatte
Günter Vrauer am 1. Oktober 2008, 20:21
oh es waren doch NUR 25000 Tote in der Bombennacht.
na dann ist ja alles in Ordnung.
Nein ich will nichts schönreden was damals passiert ist.
sry ich bin 1960 geboren und...

Fabian Schröder am 1. Oktober 2008, 20:08
Inwiefern die Verknüpfung 'Holocaust <> Dresden' etwas mit der Anzahl der Toten zu tun hat ist mir nicht klar. Wenn es im diesen Sinne eine Verbindung geben würde,...


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