| Haben die Beatles wirklich LSD durch ihren Zahnarzt kennengelernt?: "Strawberry Fields Forever" - Nein, die vier Liverpooler besingen in dem Song keine Erdbeerfelder - sondern ein Waisenhaus in Woolton, einem Vorort ihrer Heimatstadt. John Lennon wurde als Kind von seinem Vater weggegeben und wuchs bei einer Tante auf. Als Junge spielte er mit den Kindern aus dem Strawberry Field Home. Diese Zeit muss Lennon viel bedeutet haben. Denn nach seiner Ermordung 1980 erbte das Heim eine Geldsumme in unbekannter Höhe von dem Ex-Beatle. Das Waisenhaus ist seit 1995 geschlossen, doch Fans pilgern noch heute zu seinem rot-lackierten Eisentor - "Strawberry Fields Forever". |
Amokläufe, Fensterstürze, brennende Konzerthallen: Hinter den Texten mancher Pop-Klassiker stehen keineswegs Phantastereien von Musikern im Drogenrausch - viele beruhen auf realen Ereignissen. einestages erzählt die wahren Geschichten hinter den Hits. Von Ariane Stürmer und Benjamin Maack
Hand aufs Herz. Die Aussage der meisten Rock- und Pophymnen lässt sich nicht nur auf einem Bierdeckel zusammenfassen - wahrscheinlich wurden die Texte sogar auf einem verfasst. Zeilen wie "Life is Life - nanananana / Labadadab dab dab life - nanananana" von der Band Opus oder "You're no good, can't you see Brother Louie, Louie, Louie" von Modern Talking müssten eigentlich Ohren zum Bluten und Hirne zum Implodieren bringen.
Aber wer hört schon genau hin, was die Bands da so von sich geben? Hauptsache, der Song klingt, und der Refrain knallt. Doch es gibt auch Texte, die mehr sind als der das Blabla zur Gesangsmeldodie: Deep Purple besingen in "Smoke on the Water" ein echtes Unglück, die Inspiration für den Stones-Hit "Sympathy For The Devil" kam aus der russischen Literatur, und Billy Idol fand den Titel seines Songs "Rebel Yell" praktisch auf dem Grund eines Whiskyglases.
Der am meisten missverstandene Song der Popgeschichte ist wohl die Wochenanfangs-Hymne "I Don't Like Mondays". Wer ahnt bei dieser eingängig-lieblichen Melodie schon, dass das Lied ursprünglich nicht geschrieben wurde, um die Besitzer von Radioweckern Montagmorgens in aller Frühe sanft aus dem Schlaf zu nudeln? Ganz im Gegenteil. Jedem, der genau hinhört, dürfte der Song eher Alpträume bescheren. Der Hit der Boomtown Rats handelt von dem grausamen Schulmassaker an der Grover Cleveland Grundschule in San Diego, Kalifornien, das am 29. Januar 1979 die ganze Welt erschütterte.
An diesem Montagmorgen um 8.30 Uhr hatte die gerade 16-jährige Brenda Ann Spencer von ihrem Schlafzimmerfenster aus auf eine Gruppe Grundschüler angelegt. Das halbautomatische Gewehr hatte sie kurz zuvor von ihrem Vater zu Weihnachten bekommen. Spencer verletzte acht Schulkinder und einen Polizisten. Den Schulleiter und den Hausmeister traf sie tödlich. Während der Schießerei wurde die Schützin von einem Journalisten angerufen, der sie nach dem Grund für ihre Tat fragte. Die erschütternde Antwort des Mädchens lautete: "I don't like mondays."
Mit seinem Hit "Jeanny" löste der österreichische Popstar...
Den 14. Mai 1998 werden viele Hamburger nicht so schnell...
Es war das letzte Konzert der Kultband aus Seattle: Am 1....