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2008

Mekkas der Moderne

Was sind die Tempel des Wissens?



3 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Hilmar Schmundt

4. Januar 2008, 11:16
Klar, an das Internet habe ich auch als erstes gedacht. Allerdings sind wir damit bereits bei einer Unter- und Gegenkategorie zu den Orten des Wissens. Nämlich bei den Unorten des Wissens.

Davon gibt es eine ganze Menge, jede Utopie, jeder Gedanke, jedes Buch kann dazu zählen. Aber mehr...

Holger Rabbach
17. Dezember 2007, 11:08
"Wer glaubt, der verehrt einen Ort" ??? Ich bin jetzt seit vielen Jahren Christ und glaube somit - aber soweit ich mich erinnere, habe ich noch nie einen Ort verehrt. Im Gegenteil, das wäre wohl Götzendienst und damit alles andere als mit meinem Glauben vereinbar... vielleicht sollte sich der Autor überlegen, ob er seinen Artikel wirklich mit so unsinnigen Plattheiten anfangen will...
Thomas Hülsbusch
19. Dezember 2007, 23:08
Ich glaube auch nicht, dass es einen Ort gibt der anbetungswürdig ist! Allerdings nicht aus Gründen einer Religiösität, sondern weil das Mekka der Moderne überall ist, wo es einen internetfähigen Rechner gibt. Den das Mekka der Moderne ist das Internet - es ist überall (also quasi transzendent) und enthält mehr Wissen als alle Bibliotheken, Institute und Mussen zusammen.
Hilmar Schmundt
4. Januar 2008, 11:16
Klar, an das Internet habe ich auch als erstes gedacht. Allerdings sind wir damit bereits bei einer Unter- und Gegenkategorie zu den Orten des Wissens. Nämlich bei den Unorten des Wissens.

Davon gibt es eine ganze Menge, jede Utopie, jeder Gedanke, jedes Buch kann dazu zählen. Aber kann oder möchte man auch dorthin reisen oder sogar "pilgern"? Meine ersten Gehversuche im Internet hatten einige dieser Qualitäten. Ich musste Anfang der Neunziger extra ins Unirechenzentrum pilgern, um eine E-Mail zu verschicken. E-Mails waren damals noch eine Geheimwissenschaft, die nur wenigen Gelehrten vertraut war. Das hatte etwas Geheimnisvolles, Elitäres, Besonderes. Aber das ist lange her.

Viele Pilgerorte beziehen Ihre Faszination genau daraus: Aus dem Mythos der Mühe. Aus den freiwillig und bewusst auf sich genommenen Beschwernissen. Das Internet dagegen zeichnet sich, zum Glück, mittlerweile durch eine fast universelle Verfügbarkeit aus in vielen Ländern. Und je weniger Mühen das Erreichen dieses (Un-)Ortes bereitet, desto weniger wird er oft geschätzt, desto weniger bewusstes Erleben wird vom Besucher abverlangt.

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