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1979

Kambodschas Killing Fields Interview mit einem Massenmörder



5 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Luc de Louw

8. Oktober 2008, 19:44
>to whom it may concern,
>
>Nach Untersuchungen des US-Historikers David Chandler scheint die Zahl 2 Millionen zwar zu stimmen, allerdings war dies ein Viertel der Bevölkerung und nicht ein Drittel.

So stand es im S-21 Museum und den Killing Fields auf Info-Tafeln, rund ein mehr...

Benjamin Prüfer
11. Februar 2008, 19:28
In dem Text sind Fehler, die an der Ehrlichkeit des Autors, auf jeden Fall aber an seiner Sorgfalt zweifeln lassen.

So wird Duch zitiert: "Ich und alle anderen, die an diesem Ort arbeiteten, wussten, dass jeder, der dort hin kam, psychologisch zerstört und durch ständige Arbeit eliminiert werden musste und keinen Ausweg bekommen durfte."

S21 war aber kein Arbeitslager. Die Gefangenen lagen die ganze Zeit über in Reihen auf dem Rücken, an beiden Knöcheln festgekettet. Ein Konzept "Vernichtung durch Arbeit", wie es die Nazis hatten, gab es in Kambodscha nicht. Warum sollte Duch also so etwas sagen?

Des weiteren schreibt der Autor an zwei Stellen im Text, Ta Mok sei 1996 gestorben. Tatsächlich ist er aber erst 2006 gestorben. Wie können ihm solche Fehler passieren, die sich schon durch eine oberflächliche Recherche klären lassen? Es ist also fraglich, ob es sich bei diesem Interview um ein Zeitdokument handelt.
Jan Meyer
11. Februar 2008, 20:12
to whom it may concern,

im Text heisst es im dritten Absatz, "Etwa zwei Millionen Menschen, ein rundes Drittel der Bevölkerung Kambodschas, wurden zwischen April 1975 und Januar 1976 von den Steinzeit-Marxisten der Roten Khmer abgeschlachtet,..."

Nach Untersuchungen des US-Historikers David Chandler scheint die Zahl 2 Millionen zwar zu stimmen, allerdings war dies ein Viertel der Bevölkerung und nicht ein Drittel.
Die Khmer Rouge richtete ihren Völkermord nicht vom April 1975 bis Januar 1976 an, sondern bis Januar 1979.

Im weiteren heisst es, Ta Mok sei "schon 1996" gestorben. Tatsächlich starb der frühere Generalstabschef der Roten Khmer , der den Beinamen "der Schlächter" trug, aber erst im Juli 2006 in einem Militärkrankenhaus in Phnom Penh.

Jan Meyer, München
Renate Peetsch
12. Februar 2008, 07:58
Ich glaube es nicht: Ta Mok seit 12 Jahren tot? Bitte recherchiert gruendlicher! Ein bisschen fragwuerdig auch, dass Pol Pot im "Hausarrest" gestorben sein soll. Er starb im Feld, unter seinen verbliebenen Mitkaempfern. Seine Leiche wurde mit Hilfe brennender Autoreifen eingeaeschert - in Kambodscha eine ultimative Beleidigung. Videos davon bekommt man ueberall in Kambodscha zu sehen.
Atze Koballek
12. Februar 2008, 09:37
eine Anmerkung: der hier erwähnte Ta Mok starb nicht (wie angegeben) 1996, sondern erst 2006.
Luc de Louw
8. Oktober 2008, 19:44
>to whom it may concern,
>
>Nach Untersuchungen des US-Historikers David Chandler scheint die Zahl 2 Millionen zwar zu stimmen, allerdings war dies ein Viertel der Bevölkerung und nicht ein Drittel.

So stand es im S-21 Museum und den Killing Fields auf Info-Tafeln, rund ein Viertel der Bevölkerung wurde vernichtet.

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