Letzter Beitrag:
Stefan Albrecht
13. Januar 2011, 16:23
Wir können nur hoffen, dass nie die Situation eintritt, wie sie im Film "Der Planet der Affen", der Ende der 60er Jahre entstand, eintritt.
Wer weiss, was die Affen mit uns machen, wenn sie sich an diese Lebensverachtenden Versuche erinnern, bei denen Tiere dermassen sinnlos
mehr...
Olaf Nyksund
24. November 2010, 14:40
Wer diese herrlichen Bilder "in bewegt" sehen möchte, dem sei der Film "Trinity and Beyond" empfohlen. Am besten im Kino oder in der HD-Auflösung. Größtenteils erst vor kurzem "declassified" Material. Grandiose Bilder! Auf eine merkwürdige Weise faszinierend... Hauptsächlich US-amerikanisches Bildmaterial, die Sowjets hielten es wohl noch viel strenger mit dem Top Secret, von dieser Seite gibt es ein paar eher uninteressante Schnipsel.
Mathias Völlinger
24. November 2010, 18:58
Faszinierende, unheimliche Bilder. Ich bin Physiker, Fachgebiet Kernphysik. Naja zumindest hab ich das mal mit Abschluss studiert, jetzt bin ich eher in der IT-Branche unterwegs...
Nun, ich wäre zur damaligen Zeit wohl auch nicht abgeneigt gewesen, so eine "Show" in gewissem Sicherheitsabstand mit Schutzkleidung live mitzuerleben. Die Bürger von Hiroshima und Nagasaki hatten diesen Sicherheitsabstand nicht. Ob der Einsatz DA sinnvoll war ist in anderen Foren schon ausreichend diskutiert worden. Hätten die im Krieg lieber den Fujijama weggesprengt, mit Vorwarnung, aber das ist wohl eher heutige allgemeine Sicht, nicht damals, im Krieg, mit all den Gräueltaten von den "Achsenmächten" hervorgerufen. Gruß aus Berlin, welches damals das eigentliche Ziel solcher Waffen war. Gottseidank hatten die Nazischweine hier schon kapituliert, kurz befor die Zeit "reif" war.
P.S. Diese "Gadgets" sind ja auch, theoretisch, eine deutsche Erfindung. Carl-Friedrich von Weizsäcker. Erstes Patent für eine "Plutoniumbombe". Aber auch dies ist eine andere Geschichte...
Karla Renebarg
24. November 2010, 19:56
"Ich weiß nun: Wenn jemand 30 Kilometer von mir entfernt eine Wasserstoffbombe hochgehen lässt, besteht eine gute Chance, dass ich überlebe."
Das ist wirklich beruhigend ;)
Andreas Möller
24. November 2010, 20:04
Aus dem Artikel: "Für das Atomwaffentestprogramm entwickelten die EG&G-Tüftler einen Spezialfilm mit drei unterschiedlich empfindlichen Farbschichten. Der sogenannte XR-Film erlaubte es, die Detonationen trotz der enormen Helligkeitsschwankungen mit einer einzigen Hochgeschwindigkeitskamera abzubilden. "
HDR gab es schon vor über 40 Jahren, krass^^ Nur halt Analog...
Stefan Stäcker
25. November 2010, 08:47
Ist es beängstigend oder gut, dass dieser Bericht über eine Entwicklung weltgeschichtlicher Dimension als Echo lediglich einen einzigen Kommentar hervorruft??
Andreas Hahn
27. November 2010, 11:56
Atomwaffen sowie deren symbolische Bedeutung sind für mich ein zweischneidiges Schwert mit einer tiefgehenden Ambivalenz: zum einen möchte ich eine gewisse Erhabenheit, etwas "Monumentales", welches oft im Zusammenhang mit den Explosionen geschildert wird, nicht in Abrede stellen. Der Mensch stellt sich gewissermaßen in Konkurrenz zur Natur, schafft es als erstes Lebewesen, in einem Sekundenbruchteil physische Änderungen an der Natur hervorzurufen und übertrifft dabei um ein Millionenfaches seine eigenes, urmenschliches körperliches "Zerstörungspotential". Und wenn man im Denken mit einer leicht "utopischen" (nicht dystopischen) Phantasie beschenkt ist, kann man sich sogar noch positive Verwendungsmöglichkeiten für Atomwaffen vorstellen: irgendwann einmal, auf fremden Planeten, zum Ressourcenabbau etc. und was vielleicht noch alles möglich ist.
Dieses Denken, dieses Wahrnehmen der Urmacht des Atoms als "Erhabenenes", dieses "Staunen" funktioniert aber eben nur, wenn man einen Aspekt systematisch ausblendet: wenn man bedenkt, dass bei jedem Versuch unzählige Tiere getötet und Lebensräume vernichtet wurden, dass es der Mensch sogar noch schafft, dem eins drauf zu setzen: Tiere bewußt zu quälen (die fest gebundenen Affen und Schweine im Text), in kaum vorstellbare Agonie zu zwingen. Von Hiroshima und Nagasaki ganz zu schweigen. Damit verschwindet das Erhabene, das Monumentale - und es bleibt für jeden Menschen, der auch nur ansatzweise etwas wie ein Herz hat, blankes Grauen zurück.
Stefan Albrecht
13. Januar 2011, 16:23
Wir können nur hoffen, dass nie die Situation eintritt, wie sie im Film "Der Planet der Affen", der Ende der 60er Jahre entstand, eintritt.
Wer weiss, was die Affen mit uns machen, wenn sie sich an diese Lebensverachtenden Versuche erinnern, bei denen Tiere dermassen sinnlos gequält wurden, nur weil ein paar "Wissenschaftler" Karriere machen wollten. Ich glaube ich muss echt gleich kotzen ob solcher Zeitgenossen.
Sie möchten mitdiskutieren? Melden Sie sich hier an.