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1981-2011

30 Jahre "Wetten, dass..?" "Wir wollten das ZDF bloßstellen"



7 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Maik Burbach

14. Februar 2011, 14:45
Gegenüber den Sendungen, die die Dieter Bohlen Haussender über den Äther und durch die Kabel schicken, ist "Wetten dass" eine wahre Wohltat. Und moralisch seit dem Umgang mit dem schweren Unfall in der Fernsehwelt unantastbar. RTL hätte wahrscheinlich noch Kai Ebel oder mehr...

Volker Altmann
11. Februar 2011, 14:45
Wieder einmal die Geschichte vom Satire-Helden, der alle reingelegt hat. Nichts gegen Titanic als Satireblatt, aber je öfter ich diese Geschichte lese, um so dramatischer wird sie geschildert. Himmel, was wäre nur passiert, wenn die Pförtner die Schranken herunter gelassen hätten? Wäre der arme Mann womöglich zurück ins Studio geschleift worden, um vor laufender Kamera „dem Volkszorn“ geopfert zu werden? Nicht auszudenken!

Und an der Raststätte ist er ja auch nur mit knapper Not dem Lynchen entkommen – zum Glück konnte er noch austrinken, bevor die Flucht begann. Und dann ab in den Untergrund, weg mit dem Bart, bloß nicht von der meuchelfreudigen Masse erwischen lassen.

Scheinbar haben die Deutschen doch mehr Humor, als sich der Mitarbeiter einer Satirezeitschrift vorstellen kann. Mir persönlich ist niemand bekannt, der damals Zorn auf den guten Mann hatte, vielmehr fand man es lustig, wie er das ZDF vorgeführt hatte. Aber sich, nach so langer Zeit noch, selbst zum Helden und Widerständler gegen den Samstagabendmief hoch zu stilisieren, dafür bedarf es schon eines großen Egos.
Martin Bitdinger
11. Februar 2011, 18:46
Opa Bernd erzählt wieder vom Krieg ;-)
Matthias Bergmann
11. Februar 2011, 19:39
"Das Heft mit der Auflösung ist bis heute das bestverkaufte."

Tatsächlich ? Gottschalk hatte sich damals äußerst souverän verhalten und noch in der Sendung angekündigt, "man brauche sich das Heft nicht zu kaufen, er würde den entsprechenden Artikel in der nächsten Sendung vorlesen". Und so war es dann auch....
Gerd Diederichs
11. Februar 2011, 22:58
Schon seltsam - für mich ist der Begriff "Buntstiftlecker" seitdem der Code für all die vielen Wetten, die eigentlich jeglicher Spannung entbehren. Davon gab es leider schon immer zu viele. Der Aspekt der Mogelei hat dabei für mich eine eher untergeordnete Bedeutung. Der dumme Witz von dem Papst , der wettet, daß er dreißig Flughäfen am Geschmack der Asphalts erhkennen kann, beschreibt es auf ähnliche Weise. Selbst der Telefonbuch-Zerreißer oder der Wärmflaschen-Zerplatzer, ein eigenes Genre der "Jahrmarkts-Wette" tut's nicht für mich. Übrigens auch die über-spaktakulären Wetten a la Sebastian Koch machen es nicht aus.

Ganz ehrlich? An guten Tagen, wenn auf dem Sofa die Chemie stimmt, und wenn zündende Show-Acts angesagt sind, dan kann ich Wetten-daß auch ohne Wetten schauen - die sind dann wie beim Privat-Fernsehen die Werbe- bzw. Pinkelpausen. Hin- und wieder gibt es aber auch hübsche Wetten. Da war zum Beispiel mal ein kleines chinesisches Mädchen, das auf Rollschuhen in Limbo-Manier unter einem sehr niedrig aussehendem Couchtisch hindurchrollte. Das hatte eine spielerische Leichtigkeit und war schnell vorbei. Kein zähflüssiges Zählen der Sekunden oder "noch vier Versuche, einmal darf er noch patzen"-Dramatik. Oder die endlosen Besprechungen - "der Schweiß riecht doch eher nach Katja" oder "nein, die Schmatzgeräusche klingen doch eher nach meiner Lieblingskuh, der Elfriede."

Apropos Kühe - der Trompeter, der durch sein Blasen am Ende die ganze Herde anlockte, der hatte nun wieder etwas.

Aber letztendlich gilt wohl auch, daß der wahrhaft Große seine Neider anzieht wie das Licht die Motten. Das ist beim Tommy so, das wird auch bei der Michelle so sein, wenn sie eines Tages in seine Fußstapfen treten wird, aber das war auch schon beim Kuliso - einer der bestbeneideten Fernsehmacher seiner Generation. Aber auch die Größe von Peter Frankenfeld oder Heinz Erhardt hat man ihnen erst posthum zugestanden, wo sie sich nicht mehr bedanken - oder wehren - konnten.
Stefan Schramm
12. Februar 2011, 00:51
Ich fand damals schon die Sendung zum k...... .und heute auch noch ! doch diese Minuten habe ich damals mit meiner Familie gesehen. welche Wette war nicht gefakt ? danach und davor ????

gefühlte 100 Jahre später ,gibt es einen Unfall ;die Bildzeitung veröffentlicht die Verträge der Wettkandidaten,und jetzt die riessige Mitleidswelle des Senders mit dem armen Koch wo der Sender vielleicht entgegen der verträge das Geld der gebührenzahler
für das Unfallopfer springen lässt?!
was für eine Moral ?

mfg
theope
Rolf Haase
13. Februar 2011, 00:49
>Ich fand damals schon die Sendung zum k...... .und heute auch noch ! doch diese Minuten habe ich damals mit meiner Familie gesehen. welche Wette war nicht gefakt ? danach und davor ???? mfg theope

Es ist schon seltsam. Da finden Sie die Sendung zum k....., haben aber die Wette gesehen und können hier auf Wetten, dass ... schimpfen. Erstaunlich ist für mich immer wieder, wie Leute eine Show verdammen, diese sich aber trotzdem ansehen. Warum sehen Sie sich das dann an? Was haben Sie denn für eine Moral? Ansehen, um sich anschließend darüber auf zu regen? Mir gefällt zb. das Programm von RTL auch nicht. Aus diesem Grund sehe ich mir diesen Verdummungssender auch nicht an.

R. Haase
Maik Burbach
14. Februar 2011, 14:45
Gegenüber den Sendungen, die die Dieter Bohlen Haussender über den Äther und durch die Kabel schicken, ist "Wetten dass" eine wahre Wohltat. Und moralisch seit dem Umgang mit dem schweren Unfall in der Fernsehwelt unantastbar. RTL hätte wahrscheinlich noch Kai Ebel oder eine ähnlich nervige Schreckgestalt mitsamt Kamerateam im Rettungswagen mitgeschickt, um dieses "Ereignis" medial auszuschlachten.

Im übrigen scheinen Ihre Orthografie-Kenntnisse zum Lesen der Bild-Zeitung gerade noch auszureichen ;o)

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