5. Juni 2011, 22:01
>Die Sound mirrors hatten auch zu Beginn des 2. Weltkrieges ihren Wert, da RADAR technologisch noch in der Anfangsphase und nicht flächendeckend an den Küsten verbreitet war.
In diesem Fall spricht man der damaligen Entwicklung vielleicht zu viel ab, denn natürlich entsprach
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Genezyp Kappen 24. Mai 2011, 13:36
Der englische Ausdruck "technology" ist keineswegs mit Technologie zu übersetzen, sondern mit Technik. Und das, was im Artikel beschrieben wurde, ist auch Technik und keine Technologie.
Die Überschrift "Vergessene Technologie" ist hier auch aus folgendem Grund fehl am Platze: die meisten dargestellten Abhöranlagen wurden aus stahlverstärktem Beton gefertigt. Und die Technologie (= Fertigungsverfahren) Stahlbetonbau kann nun sicherlich nicht als vergessene Technologie bezeichnet werden.
Übrigens das Phänomen der Worte, die in unterschiedlichen Sprachen ähnlich klingen oder ähnlich geschrieben werden, aber eine andere Bedeutung haben, wird als false friend bezeichnet. "Technology" vs. Technik ist heutzutage ein der häufigsten Vertreter dieser Gattung.
Harry Redner 24. Mai 2011, 16:06
Die Autorin stellt die Geschichte leider etwas auf den Kopf. Wie schon (richtig) im Hintergrundbild erkennbar, begann die Entwicklung bereits im Ersten Weltkrieg. Sie wurde ursprünglich aber zur Ortung von (deutschen) Luftschiffen entwickelt. Daher auch ihre große Verbreitung in Großbritannien. In Frankreich gab es solche Steinohren nicht, man verwendete kleinere, mobile Geräte, die großen Grammophonen ähnelten ... zum Teil mit mehreren Schalltrichtern. In Großbritannien war im 1. Weltkrieg der nördlichste Soundmirror die Station von Sunderland. Auf einer Plakette kann man sogar den Hinweis zu den Zeppelinen ablesen. Deutsche Flugzeuge kamen nicht bis in diese Breiten. Später bemerkte man bei der Verteidigung von Paris, daß der Kanonendonner von der zeitweise sehr nahen Front auch mit den kleinen Grammophon-Fernhörern wahrgenommen werden konnte und nutzte ihn (in Frontnähe) als redundantes Verfahren zur akustischen Einpeilung von Geschützstellungen. Neben dem akustischen Verfahren gab es noch verschiedene optische Verfahren (Lichtmeßtrupps). - Die Sound mirrors hatten auch zu Beginn des 2. Weltkrieges ihren Wert, da RADAR technologisch noch in der Anfangsphase und nicht flächendeckend an den Küsten verbreitet war. So wurden die kostengünstigen Schüsseln aus dem Weltkrieg erneut zur Luftortung verwendet. Siehe meine Webseite http://www.luftschiffharry.de/faq28.htm
Ulrich Lucas 24. Mai 2011, 16:36
Was mir beim Betrachten als erstes durch den Kopf ging:
Was werden wohl zukünftige Archäologen sagen, wenn sie auf diese Relikte stoßen? Werden sie sie auch für "Kultplätze" oder "religiöse Symbole" halten, wie es die heutigen "seriösen" Wissenschaftler mit Dingen tun, die sie nicht verstehen?
Oder werden sie aus den steinernen Ohren einen technischen Hintergrund ableiten und von den "richtigen Wissenschaftlern" ausgelacht und verspottet werden?
Da wäre ich in tausend Jahren wirklich zu gerne dabei! Sie doch sicher auch, Herr von Däniken, oder? :-)
Torsten Michels 5. Juni 2011, 22:01
>Die Sound mirrors hatten auch zu Beginn des 2. Weltkrieges ihren Wert, da RADAR technologisch noch in der Anfangsphase und nicht flächendeckend an den Küsten verbreitet war.
In diesem Fall spricht man der damaligen Entwicklung vielleicht zu viel ab, denn natürlich entsprach der Stand nicht dem der heutigen Entwicklung oder auch dem der 50er und 60er Jahre, jedoch war die Radarüberwachung in Form der Chain Home ab 1939 in Großbritannien voll (und lückenlos / flächendeckend) ausgebaut war trotz der damals bestehenden Defizite ausreichend genug, um eine effiziente Fern- und Nahbereichtsüberwachung im Luftraum zu garantieren. So effizient, dass die RAF damit trotz anfänglicher Unterlegenheit einen (bzw. DEN) entscheidenden Vorteil besaß.
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