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60 Jahre Bundesverdienstkreuz Die Blechlawine



17 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

gerhart wiesend

6. Januar 2013, 02:09
Naja, Bundespräsident und Ordensverleiher Karl Carstens war ab 1934 SA-Mann und damit ideologisch nicht allzuweit von Hans Schneider/Schwerte entfernt.
Wie Schneider/Schwerte wollte Carstens nichts von seiner Nazi-Vergangenheit wissen, und der Ex-SA-Mann bezeichnete sich in einem Interview als mehr...

Jens Niederhut
5. September 2011, 11:23
Bei Bütefisch hat die Düsseldorfer Staatskanzlei wegen angeblicher Eilbedürftigkeit nicht beim Verfassungsschutz nachgefragt, beim Justizministerium sowieso nicht. Ordentliche Prüfung hat also gerade nicht stattgefunden. Bei einem ehem. Vorstandsmitglied der IG Farben (das wusste man immerhin) hätte man aber ruhig mal genauer hinschauen können, soviel hätte man auch 1964 schon wissen müssen.
Mathias Völlinger
5. September 2011, 11:35
Dies ist doch nichts neues. Unsere BRD war anfänglich doch weiterhin ein Nazistaat, ohne Greueltaten, weil die Alliierten auch noch da waren. Gegründet von erbärmlichem Gesindel. Ich betrachte das Jahr 1968 als das wirkliche Gründungsjahr unserer Republik.
Hans Hoch
5. September 2011, 13:01
Was fällt mir dazu ein?
Hat jemand der bei der Stasi war, schon unser BVK bekommen?
Hat Günter Grass einen solchen Orden.
Es sind einige aufgeführt,die waren SS-Obersturmführer,also kleine Oberleutnants.Sie waren bestimmt nicht gefährlich, wenn sie bei der Waffen-SS waren.
Heminghway hat auch Kriegsgefangene ermordet.
Man soll die Bälle flach halten
Harry Redner
5. September 2011, 13:17
alles alte Kamellen - keine alte Kamelle ist der Umstand, daß der Spiegel keineswegs (immer) eine Sperrspitze des investigativen Journalismus war: einfaches Beispiel der Fall Werner Höfer. Die Vita Höfers war seit 1962 bekannt, aber es hat bis 1987 bedauert, bis man es für opportun befand den Fall erneut zu beschreiben. Guter Journalismus geht anders.
Karsten Meyer
5. September 2011, 13:35
Wenn man sich andere Staaten ansieht, also zum Beispiel Großbritannien, dann wird man dort feststellen, das es dort ähnlich aussieht. So hat der rumänische Diktator Nicolae Ceaușescu 1978 den KBE ("Knight of the british Empire") verliehen bekommen. Unter den Friedensnobelpreis-Trägern findet sich sicher auch die eine oder andere umstrittene Persönlichkeit wie etwa Henry Kissinger.

Aber vielleicht sollte man sich an den Briten ein Vorbild nehmen, denn die ernennen gerne Schauspieler, Musiker und andere Künstler zu KBE, DBE, OBE, CBE oder MBE.
Andreas Bylaitis
5. September 2011, 13:43
In der Tat ist es erstaunlich, wer dort alles ausgezeichnet wurde. Aber die Bundesrepublik ist da nicht die Ausnahme. Ordensverleihungen werden teilweise aus Kalkül oder mit klarer Zielverfolgung ausgesprochen oder werden aus einer Emotion heraus ohne Hintergründe verliehen. Man sollte sich um das Vaterland verdient gemacht, aber ist verdient?
Christoph Weiten
5. September 2011, 14:34
Mir ist ein Fall bekannt, dass ein von den Alliierten zum Tode und später begnadeter Mittäter bei der "Hasenjagd in Celle" < http://www.celle-im-nationalsozialismus.de/Texte/wegener.html > das Bundesverdienstkreuz erhielt. Nach dem zur Zeit dieser Greuel amtierenden Bürgermeister von Celle, der maßgeblich an der Organisation der Verfolgung und Erschießungen beteiligt war wurde später eine Straße benannt.
Heinz Stupp
5. September 2011, 19:10
Deutschland hat mittlerweile aus Fehlern gelernt und wir können auf unsere aktuellen Bundespräsidenten stolz sein: Heutzutage bekommt eine Jeanette Biedermann das Kreuz, die bezüglich Verbindungen zur Nazi-Zeit oder zu anderen Diktaturen in der Tat über jeden Zweifel erhaben ist. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,781040,00.html
Claus Mörschel
5. September 2011, 20:20
<zitat>Das Bundesverdienstkreuz war denn auch bei weitem nicht seine erste Auszeichnung: Schon im Ersten Weltkrieg war Halt für seine Verdienste als Kompanieführer an der Alpenfront im Bayerischen Infanterie-Leibregiment zum Ritter des Militär-Max-Joseph-Ordens ernannt worden.</zitat>

Und wo bitteschön ist hier das Problem, die Kontroverse? Was hat eine Kriegsauszeichnung (berechtigt oder unberechtigt) mit der Verleihung des Bundesverdientkreuzes zu tun?
Markus Gralla
6. September 2011, 06:30
Im Allgemeinen trifft auf Orden der Spruch zu: "Mit Orden ist es wie mit Hämoriden - früher oder später bekommt jedes Ars..loch welche." Dieser Artikel des SPON/SPIEGEL bestätigt diese Weisheit nur.

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