Karsten Herger
28. November 2011, 13:15
Seltsame Überschrift!
Wünsdorf war Garnison und Kaserne. Garnisonen und Kasernen haben nun mal die Eigenschaft für unbefugte geschlossen zu sein.
Ich schlage einen Artikel vor mit der Überschrift: Der verbotene Stadteil !
Campbell Barracks (HQ USAREUR) (Heidelberg-Rohrbach)
Siegfried Jung
28. November 2011, 15:09
Im Sommer 1983 war ich als Besucher in Wünsdorf, im beindruckenden Diorama der Schlacht um Berlin . Der Weg dort hin durch mit Schranken und Posten gesicherte Bereiche, eben ein Militärobjekt von Weltgeschichte!
Lutz Leichtfuss
29. November 2011, 09:13
Beim Abzug der Russen war Wünsdorf intakt und funktionsfähig.
Warum dort später nicht die BND-Zentrale eingezogen ist, (hervorragend zum Tarnen und Täuschen geignet) bleibt mir ein Rätsel. Stattdessen einen Riesenbau im Zentrum von Berlin, nach all den Erfahrungen, den Berlin mit Geheimdienst-
zentralen in den letzten 100 Jahren gemacht hat.
Horst Jungsbluth
29. November 2011, 10:33
Als ich im Sommer 1990 das erste Mal von Berlin (West) aus mit dem Auto nach Wünsdorf fuhr, da erbilckte ich zu meiner grossen Überraschung ein Trupp sowjetischer Soldaten in Ausgehuniform, die nicht mit Kalaschnikows bewaffnet waren, sondern stolz die prall gefüllten Tüten bekannter Warenhäuser in den Händen hielten. Es gab dort ausserdem neben dem Bahnhof ein ramponiertes Hotel, einen (Schwarz)Markt und ich bemerkte, dass viele Soldaten nicht den bewachten Eingang zu dem gesperrten Militärgelände nutzten, sondern dieses durch ein Loch im Zaun betraten.
Martin Tauchnitz
29. November 2011, 17:37
An sich ein recht nett geschriebener Artikel - als Ansatzpunkt für Interessierte sicher gar nicht schlecht.
Allerdings erlaube ich mir mal eine Richtigstellung:
Alle Bilder stammen aus dem "Haus der Offiziere" (ehemals Kaiserliche Heeres-Turnlehrer-Anstalt, später
Infanterie-Schießschule des Heeres).
Wenn also von den "Soldaten" die Rede ist, die sich dort erholten ... sind damit ausschließlich die Offiziere
gemeint! Für die Mannschaftsdienstgrade war DAS genauso eine "verbotene Stadt", wie das Gesamtobjekt
für Deutsche. Da hat Jemand von sich (bzw. ggf. der Bundeswehr) aus Andere geschlossen - "Erholung" für
die Mannschaften war für die Rote Armee so was von irrelevant...
So nett (und gut gemacht!) die Fotos sind - es ist nicht mal ein kleiner Ausschnitt aus der Gesamtanlage, schon
gar kein repräsentativer. Darauf hätte man fairerweise hinweisen sollen. Die allermeisten der alten Kasernen sind
mittlerweile Wohnhäuser, in den technischen Bereichen sind Firmen oder Museen untergebracht und das eigentliche Herzstück der Anlage, das Bunkergelände ist ein Freilichtmuseum. Dort gibts ausgesprochen interessante Führungen von den Kollegen des Museums oder "Bunkerführungen zu Quad".
Sooo ausgestorben, wie der Verfassen uns glauben machen will, ist das Objekt nicht.
;)