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claudia friedrich
21. Dezember 2011, 13:23
>Ich war zwar nie in Cighid, aber in Brasov/Kronstadt und in Sibiu/Hermannstadt unterwegs und ich muss sagen auch heute bin ich den Tränen nahe, wenn kich an die Bilder denke.
>Heute lebe ich hier und ich bin erstaunt, wenn mir heute Rumänen kommen und über die gute alte Zeit
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Andre Bryx
18. Dezember 2011, 10:21
Jaja, so schön war der Sozialismus - um mal wieder die ewiggestrigen aufzurütteln
Michael Kothen
18. Dezember 2011, 10:39
Ich war zwar nie in Cighid, aber in Brasov/Kronstadt und in Sibiu/Hermannstadt unterwegs und ich muss sagen auch heute bin ich den Tränen nahe, wenn kich an die Bilder denke.
Heute lebe ich hier und ich bin erstaunt, wenn mir heute Rumänen kommen und über die gute alte Zeit prasieren oder darüber, das nichts besser geworden ist.
Danke für den Artikel.
Louise Ford
18. Dezember 2011, 16:49
@9:30 behauptet der Reporter zur Medikation des Mädchens:
"[...] Chlorpromazinhydrochlorid, ein Psychopharmakon der ersten Generation -- im Westen längst aus dem Verkehr gezogen [...]"
Das ist völliger Unsinn. Das Neuroleptikum Chlorpromazin wurde zwar schon in den 50er Jahren "im Westen" eingeführt, ist aber keine "erste Generation", da es keine zweite Generation gibt. Es wird auch heute noch, 20 Jahre nach dem Spiegel-TV-Beitrag, auch "im Westen" (in Deutschland unter dem Handelsnamen Chlorazin) verschrieben und sogar zur Langzeitbehandlung (Psychosen, Schizophrenie, psychomotorische Unruhe etc.) angewendet.
Lutz Möller
19. Dezember 2011, 10:32
@Louise Ford
Das ist ebenso großer Unsinn.
Natürlich gibt es inzwischen (sogar mehrere) neue Generationen von Psychopharmaka.
Es ist zwar nicht aus dem Verkehr gezogen, aber es gilt schon lange nicht mehr als das Mittel der Wahl, gerade bei Langzeitbehandlungen, da es - im Vergleich zu Medikamenten der neueren Generationen - doch einige unerwünschte Nebenwirkungen hat.
Evelyn Klag
19. Dezember 2011, 10:34
Heute schreibe ich meinen ersten Beitrag zu einem Artikel. Es gab hier schon sehr viele interessante oder auch erschütternde Berichte, aber noch keiner hat mich so sehr getroffen, wie dieser. Vor allem als ich das Video "vor 20 Jahren" gesehen habe sind mir wirklich die Tränen in die Augen geschossen. So etwas Schreckliches, Menschenverachtendes habe ich noch nie gesehen! Und das sowas vor gerade mal 20 Jahren passiert ist, finde ich unglaublich!
Was mich aber auch wirklich traurig gemacht hat, ist die Tatsache, dass zu diesem Thema gerade mal 2 (!) Diskussionsbeiträge verfasst wurden!!! Zu jedem (entschuldigung für die Ausdrucksweise) Scheißdreck schreiben hier zig Leute Seiten lang irgend etwas, ob sie was wissen oder nicht, ob es sich überhaupt darüber zu diskutieren lohnt oder nicht. Dass gerade mal Einer (!) seine Bestürzng ausdrückt finde ich sehr schade! Ist es allen anderen egal, oder sind sie so schockiert, dass sie nicht wissen, was sie dazu sagen sollen?!
Aber noch schlimmer finde ich ja den 2. Diskussionsbeitrag von Louise Ford; da hätte sie besser garnichts geschrieben!
@Louise: Ist das nicht total Wurscht? Hast Du Dir nicht das Video "Vor 20 Jahren" angeschaut? Ist es da wichtig, ob dieses Medikament aus der ersten Generation, aus der fünften oder sonstwoher stammt???!!! Es ist ganz toll, dass Du Dich so gut mit Medikamenten auskennst, das weiß jetzt jeder...!!! Bravo!! Aber an dieser Stelle finde ich das sehr unangebracht!
Jan Fanta
19. Dezember 2011, 11:18
Die Bemerkung , man hätte die Kinder bei der Geburt Töten sollen , die in dem Artikel zu lesen ist , lässt keine andere Möglichkeit des Daseins für diese zu . Entweder Tod , oder im Dreck weggesperrt.
Ein Appel an die Vernunft , Herz , und Politik des Umdenkens , wie auch Solidarität ist nicht spürbar.
Dabei hängen die Umstände des Hungers , der Isolierung und der Abschottung in der Welt eng vereint in der Ideologie und in ihr verankertem Rassismus gegen anders aussehende , und nicht konform , sondern frei denkende.
In unseren Breitengraden haben wir ähnliche Lager , allerdings sind die dort eingesperrte Kinder grösser , und vegetieren dort ihrem Ende entgegen.
Mit dem Tode des kommunistischen Diktators Rumeniens , sind viele solche Berichte , und Bilddokumentationen durch Medien gelaufen , in den die katastrophale Zustände klar und deutlich dargestellt wurden. Dass die Europäer , nicht reagierten , zeugt entweder von einer Gleichgültigkeit oder Fortsetzung des Jahrtausenden Bibel-kommunistischen Holocaustes gegen unerwünschte Gruppen
JanFanta
Karsten Burger
19. Dezember 2011, 15:10
Bei der Kinderhilfe Rumänien http://www.kinderhilfe-rumaenien.com/ (aus Hechingen) kann man vorbildliche Kinderarbeit mit Patenschaften unterstützen.
Carsten Blauth
19. Dezember 2011, 21:26
Ich habe selbst fast 10 Jahre in Rumänien gelebt, zusammen mit meiner Frau und unserer schwerbehinderten Tochter. Wir haben die unzureichende Versorgung und mangelhafte Förderung behinderter Menschen im postrevolutionären Rumänien am eigenen Beispiel erfahren (müssen).
Wir gründeten einen Förderkreis und eine Eltern-Selbsthilfegruppe, der sich immer mehr Eltern angeschlossen haben. Da wir Deutsche sind, fanden wir Unterstützung bei der Lebenshilfe und der Aktion Mensch. Heute leitet meine Frau im Westen Rumäniens ein Frühförderzentrum für behinderte Menschen nach dem Prinzip und mit Unterstützung der deutschen Lebenshilfe, Reha und der Aktion Mensch (http://www.asociatia-integra.ro)
Das ist privat initiierte praktische (Früh-)Förderung behinderter Menschen. Wir versuchen zu fördern, dort, wo der rumänische Staat nicht unterstützt und nicht finanziert. Wir informieren die Eltern, weil Ärzte und Mediziner nicht aufklären. Wir sind präsent in den Medien, weil die rumänische Gesellschaft sensibilisiert werden muß für die Belange behinderter Menschen.
Eine ältere Mutter, die alleine ihre schwerstbehinderte Tochter betreute und sich sonst kaum mit ihr unter Menschen wagte, besuchte eines Tages mit ihrer Tochter eine der ersten Sitzungen unserer Elterngruppe. Sie sah die ganzen anderen Kinder mit Behinderungen und sagte unter Tränen: "Ich hätte nicht gedacht daß es so viele sind."
natalie buklanova
20. Dezember 2011, 00:09
Vielen Dank fur diesen Beitrag. Das ist war, das viel mehr uber Po dieskutiert wird, ob sie echt oder nicht bei Frau Middelton" , " aber das wird stil und schwegend ignoriert , wir wegetieren alle jeder in seine eigene ecke, interresant aber nur das in die Natur es gibt kein Tier oder insekt welcher so mit seinem Nachwuchs umgeht,das ist menschlich, aber nicht Natur..lich! scheint so!Das macht Angst!
claudia friedrich
21. Dezember 2011, 13:23
>Ich war zwar nie in Cighid, aber in Brasov/Kronstadt und in Sibiu/Hermannstadt unterwegs und ich muss sagen auch heute bin ich den Tränen nahe, wenn kich an die Bilder denke.
>Heute lebe ich hier und ich bin erstaunt, wenn mir heute Rumänen kommen und über die gute alte Zeit prasieren oder darüber, das nichts besser geworden ist.
>
>Danke für den Artikel.
Hallo Herr Kothen,
ich stimme Ihnen zu, die Bilder machen traurig und wütend zugleich. Kein Grund die restliche rumänische Bevölkerung deshalb zu diskreditieren. Oder fänden Sie es gut, wenn Ihr Großvater die "gute - alte - Zeit" nicht mehr erwähnen dürfte weil man sich darüber echauffieren würde? Quasi die ganze Welt.
Dank des Spiegelsteams wurden die Misstände aufgeklärt, und Dank unseren Spenden muss dort kein Kind mehr leiden.
Umso schockierender ist es dass in unserem Land, in diesem Jahr mindestens genauso schockierende Tatsachen ans Licht gekommen sind. Lassen Sie uns nicht arrogant mit dem Finger auf andere zeigen. Lesen Sie hier: http://www.rhein-zeitung.de/regionales/nahe_artikel,-Misshandelte-Kinder-Erzieherin-schildert-unfassbare-Details-_arid,352514.html
http://www.eifellive.de/Redaktion/Idar-Oberstein.html?doc=58688
Ich wünsche allen Mitlesern eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit, mit viele strahlenden Kinderaugen.
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