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1943

Auschwitz-Zeichnungen Skizzen des Schreckens



20 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Kim-Alexander Müller

1. März 2012, 21:33
vielen dank, dass sich für diese größte Sünde der Menschheit immer noch und immer wieder Menschen Gedanken machen... honoriert dies! wie auch immer! mehr...

Helmut Unger
22. Januar 2012, 19:21
Leider werden viele Künstler, die diese Schrecken dokumentierten vergessen oder totgeschwiegen.
Hier einer, dessen Name zumindest noch bekannt ist:
Richard Grune
http://www.kieler-rundschau.de/Leute/Persoenlichkeiten/Grune/Grune.html
Johann Schleifer
22. Januar 2012, 20:17
Mit Verlaub, Herr Unger, aber "totgeschwiegen" ist wohl kaum der richtige Ausdruck -- der Ursprung solcher Werke ist schlicht und einfach schwer festzustellen, da es sich beim Entstehungsort um _Vernichtungs_lager handelte. Wenn Sie Belege dafür haben, dass solcherlei Zeichnungen (oder andere Aufzeichnungen) absichtlich "totgeschwiegen" wurden, könnten Sie sie bitte nennen?
Hans Heyligers
22. Januar 2012, 21:46
Die Bezeichnung "Sanka" wird im Artikel dem Lagerjargon zugerechnet. Meines Erachtens kommt die Bezeichnung von den amerikanischen Besatzern und heißt eigentlich SanCar. Die Bezeichnung SanCar ("sanitary car") war wohl auf deren Sanitätsautos aufgeschrieben.
Irene Saltz
23. Januar 2012, 01:04
Die Bilder sind ohne Frage sehr eindrücklich. Danke. Dennoch muss ich sagen das es mir sehr unangenehm ist auf jeder Seite eine animierte Werbung zu sehen, die die Zeichnungen umrahmt. Ein lächelnder Mann und der Slogan »Weltbilder von gestern passen nicht zur Geldanlage für morgen«.. als will man sich auf Kosten der damaligen Verfehlungen Kunden verschaffen. Das finde ich daneben und würde mir wünschen das die BZeichnungen entweder auf einer Anderen Seite abgebildet sind inklusive eines Links dorthin, oder das man für bestimmte Dinge, wie diese Zeitdokumente eines vertorbenen Zeugen an die Nachwelt einfach mal die Werbung ausschaltet.
Danke
Peer Silverstadt
23. Januar 2012, 02:35
Mir wird übel.

Ich kann nicht einmal die Vorstellung ertragen, in der diese Menschen waren.

Ich hoffe das passiert nicht noch einmal.

Einfach furchtbar!
Frank Bierau
23. Januar 2012, 05:22
Ich finde es recht beschämend warum es 65 Jahre dauern muss bis man diese Zeichnungen publik gemacht hat.
Siegfried Wittenburg
23. Januar 2012, 09:46
Diese Zeitdokumente sind erschütternd! Diese Abgründe, wozu Menschen fähig sein können! Unfassbar.

Zur Debatte:

Ein "Sankra" ist im militärischen Bereich eine übliche Bezeichnung für einen Sanitätskraftwagen. Der "Sanka" ist vermutlich ein Schreibfehler.

"...als will man sich auf Kosten der damaligen Verfehlungen Kunden verschaffen."

Rechts neben dieser Debatte befindet sich eine Werbung "Schöner shoppen mit..."
Ich meine, es ist nichts Verwerfliches, um Kunden zu werben. Und es ist nichts Unmoralisches, Geld aus dem Portemonnaie zu ziehen und dafür eine Leistung zu bezahlen, die ein anderer erbracht hat.

Aus eigener Erfahrung ist es sehr schwer, für die Veröffentlichung solcher Dokumente die nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Diese Zeichnungen sind bedeutende Kunstwerke, die der Menschheit erhalten bleiben müssen. Sie gehören in Schulbücher. Aber niemand würde sie kaufen, vermarkten oder für eine Besichtigung bezahlen. Trotzdem müssen die Kosten für eine massenwirksame Veröffentlichung aufgebracht werden.

Für einen anderen Lösungsvorschlag wäre ich sehr dankbar.

"Ich finde es recht beschämend warum es 65 Jahre dauern muss bis man diese Zeichnungen publik gemacht hat."

Es ist sehr, sehr schwer, zeitnah mit solchen Dokumenten die Aufmerksamkeit der Menschen zu erreichen. Solange die Täter, die mehr oder weniger am Unrecht beteiligt waren bzw. davon wussten oder ahnten, am Leben sind, funktioniert ein Verdrängungsmechismus. Erst die späteren Generationen, die am Geschehen unschuldig sind, können damit umgehen.

Außerdem befand sich Auschwitz östlich des Eisernen Vorhangs.
Dirk Pohl
23. Januar 2012, 12:16
>Diese Zeitdokumente sind erschütternd! Diese Abgründe, wozu Menschen fähig sein können! Unfassbar.
>
>Zur Debatte:
>
>Ein "Sankra" ist im militärischen Bereich eine übliche Bezeichnung für einen Sanitätskraftwagen. Der "Sanka" ist vermutlich ein Schreibfehler.
>
>"...als will man sich auf Kosten der damaligen Verfehlungen Kunden verschaffen."
>
>Rechts neben dieser Debatte befindet sich eine Werbung "Schöner shoppen mit..."
>Ich meine, es ist nichts Verwerfliches, um Kunden zu werben. Und es ist nichts Unmoralisches, Geld aus dem Portemonnaie zu ziehen und dafür eine Leistung zu bezahlen, die ein anderer erbracht hat.
>
>Aus eigener Erfahrung ist es sehr schwer, für die Veröffentlichung solcher Dokumente die nötigen finanziellen Mittel aufzutreiben. Diese Zeichnungen sind bedeutende Kunstwerke, die der Menschheit erhalten bleiben müssen. Sie gehören in Schulbücher. Aber niemand würde sie kaufen, vermarkten oder für eine Besichtigung bezahlen. Trotzdem müssen die Kosten für eine massenwirksame Veröffentlichung aufgebracht werden.
>
>Für einen anderen Lösungsvorschlag wäre ich sehr dankbar.
>
>"Ich finde es recht beschämend warum es 65 Jahre dauern muss bis man diese Zeichnungen publik gemacht hat."
>
>Es ist sehr, sehr schwer, zeitnah mit solchen Dokumenten die Aufmerksamkeit der Menschen zu erreichen. Solange die Täter, die mehr oder weniger am Unrecht beteiligt waren bzw. davon wussten oder ahnten, am Leben sind, funktioniert ein Verdrängungsmechismus. Erst die späteren Generationen, die am Geschehen unschuldig sind, können damit umgehen.
>
>Außerdem befand sich Auschwitz östlich des Eisernen Vorhangs.

Die Zeichnungen lassen an Gott zweifeln. Seine Existenz ist unvereinbar mit dem Zerbrechen zweier Menschen an einem Tag im Jahr 1943, eines kleinen Jungen und seines Vaters. Seit Anbeginn der Zeit war Gott an diesem Tag dabei. Er hätte es nur verhindern wollen müssen, dann wären die beiden gerettet gewesen. Und mit Ihnen die Millionen anderen. Ein liebender Gott hätte das Leid nicht gewollt.
Martin Lange
23. Januar 2012, 12:34
Wieso geht man eigentlich davon aus, dass "MM" ein Häftling war? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, gerade hinsichtlich der vielen Details und Orte, dass "MM" einer der Wächter war?

Es muss doch in einem so großen KZ hunderte von Wächtern gegeben haben - und einer hat vielleicht eine Art Ventil gebraucht, um den Horror zu überstehen, den seine Arbeit Tag für Tag mit sich brachte - denn ich glaube nicht daran, dass alle Wächter von Auschwitz Psychopathen waren. Viele waren da bestimmt einfach nur hinbefohlen worden und musssten dann irgendwie mit der Situation klarkommen, denn ein "So was mache ich nicht" hat sich ein SS-Offizier sicherlich nur einmal angehört - und wer erst einmal in Auschwitz war, kam von dort sicherlich auch nicht wieder weg - das III. Reich pflegte das Geheimnis um die Vernichtungslager ja mit großer Akribie.
Daher könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass "MM" ein Wächter war - und irgendwann musste er die Zeichnungen loswerden und hat sie, wie im Artikel beschrieben, vergraben. Auch wäre das eine Lösung auf die Frage, woher "MM" das Papier und die Stifte hatte.
Siegfried Wittenburg
23. Januar 2012, 14:17
"Seit Anbeginn der Zeit war Gott an diesem Tag dabei. Er hätte es nur verhindern wollen müssen..."

Na endlich! Da haben wir den Schuldigen.

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