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Archibald Douglas
1. Mai 2012, 16:14
So sehr es zu begrüßen ist, daß der Mathematiker Emil Gumbel einen Artikel wert ist, so transportiert der Artikel doch ein sehr einseitiges Geschichtsverständnis.
Zitat:
"Im November 1918 hatten die alten Frontkämpfer im Auftrag der Reichsregierung die Revolution
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Franz Ausweger
28. April 2012, 12:37
Danke für diese Geschichte, ich gehöre leider auch zu den Leuten die bis jetzt noch nie irgendwas von Emil Gumbel gehört hat....
Übrigens: Die Tendenz linke Straftaten stärker als rechte Straftaten zu verfolgen und aufzuklären gibt es ja noch immer und wird sich auch noch lange nicht ändern!
Leon Friederichs
28. April 2012, 13:24
Diese Statistik war in unseren Geschichtsschulbüchern zur frühen Weimarer Republik allgegenwärtig, aber von der Geschichte dahinter lese ich jetzt zum ersten Mal. Sehr interessant!
Katharina Jomund
28. April 2012, 14:27
Auch heute hat man noch den Eindruck, dass die deutsche Justiz tendenziös ist zugunsten bestimmter sozialer Gruppen. Wir könnten also einen neuen Gumbel gebrauchen. Es ist jedoch zu erwarten, dass die politische und gesellschaftliche Reaktion die gleiche wie damals wäre...wozu unter erheblicher Selbstgefährdung Skandale enthüllen, wenn es dann doch nichts ändert?
Georg Scheffczyk
28. April 2012, 15:16
Dieser Artikel über den tapferen Emil Gumbel erklärt vieles hier im "demokratischeren" Deutschland, selbst die Arbeiten der Behörden, die NSU_Morde betreffend: Die Behörden, viele Abgeordnete in D. , sind immer noch auf dem rechten Auge blind: man schloß einfach rechtsextreme Taten aus.
Aus einem SPIEGEL-Artikel zu Möllers magischen Worten:
"Denn die Historiker, die Politologen und vor allem die Fakten sprechen dafür, "daß seit dem Wilhelminischen Reich sich die führenden Schichten im wesentlichen gleichgeblieben sind" (Geiss). Die CDU/CSU bilde mit all ihren Unterorganisationen nur die bislang letzte Stufe in der Geschichte der rechten deutschen Sammlungsbewegungen, die sich zum erstenmal 1917 in der Deutschen Vaterlandspartei gegen die Demokratie organisiert haben."
Und man wettert auch heute noch (zuletzt der Außenminister) gegen die Linken, obwohl die Gefahr in D. immer von rechts kam.
Peter Knittel
28. April 2012, 15:29
Und heute sind wir schon wieder in der Situation dass die rechte Gewalt ignoriert wird. Menschen sind lernfähig? Ich wage das zu bezweifeln.
Bernhard Aufleger
28. April 2012, 17:00
Siehe Bildtext "Schließlich wurde die nationalsozialistische Terrororganisation Consul auf Erzberger angesetzt"
Die Organisation Consul bildete sich aus Mitgliedern der Marinebrigade Ehrhardt. Sie war eine rechte, völkische, faschistische (oder was auch immer) Organisation, aber keine nationalsozialistische. Hermann Ehrhardt verachtete Adolf Hitler, wie viele andere Rechte auch.
Peter Grolig
29. April 2012, 11:17
Emil Gumbel. Er recherchierte rechtsradikales Tun lange vor dem Erscheinen von Hitler und der NSDAP. Aha, das höre ich jetzt aber das erste Mal. Wurde doch immer behauptet, dass es dem Volk so schlecht ging und in Folge dessen die NSDAP an die Macht gekommen ist. Also schon wieder eine historische Lüge aufgedeckt. Das rechtsradikale Pack sammelte sich also schon lange vor 1933 beim Militär und in der Justiz. In der Justiz sammelte sich das braune Pack auch nach 1945. Man merkt es auch heute noch gelegentlich.
Daniel Furth
29. April 2012, 17:04
>Die Organisation Consul bildete sich aus Mitgliedern der Marinebrigade Ehrhardt. Sie war eine rechte, völkische, faschistische (oder was auch immer) Organisation, aber keine nationalsozialistische. Hermann Ehrhardt verachtete Adolf Hitler, wie viele andere Rechte auch.
Sie sind natürlich im Recht. Der Fehler muss sich wohl beim Redigieren eingeschlichen haben.
erwin fortelka
29. April 2012, 20:26
Noch heute wollen uns manche Historiker weismachen, die Weimarer Republik sei von rechts und von links gleichermaßen zerstört worden! Das ist eben eine historische Lüge, diese Republik ist allein von rechts zerstört worden.
Und die furchtbaren Juristen, die da mitwirkten und im Zweiten Weltkrieg unzählige Menschen zum Tode verurteilt haben, konnten, bis auf wenige Ausnahmen unbehelligt, in der Bundesrepublik Deutschland weiter fröhlich Karriere machen!
Die jüngsten Ereignisse zeigen!
Der Schoß ist fruchtbar noch.....
Erwin Fortelka
Andreas Diekmann
30. April 2012, 01:25
Der Name Gumbel ist in der Statistik wohlbekannt. Eine wichtige Extremwertverteilung, die Gumbel-Verteilung, trägt seinen Namen. Diese Verteilung hat zahlreiche Anwendungen in diversen Wissenschaftsdisziplinen und in der Praxis. (Näheres bei Wikipedia). Seine persönliche und politische Biogrfie war mir aber nicht bekannt. Ein aufrechter Mensch, der sich gegen den Zeitgeist gestellt hat und dessen Wirken vorbildlich war. Danke für diese interessante Biografie.
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