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Che Guevara Revoluzzer, Killer, Popstar



16 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

ray barboni

10. März 2012, 22:07
viva che. ich empfehle die Biographie von johl lee anderson. lesen hilft!!! mehr...

Erik Hauth
8. Oktober 2007, 18:56
Irgendwann wirst Du virtuell. Losgelöst von Dir selbst.
Eigentlich von Vorteil, wenn Du das dann nicht mehr erleben musst.
Wie Ernesto Che Guevara, der in einer Reihe mit Marylin Monroe und Elvis an den Touri-T-Shirt-Ständen dieser Welt ihr postmortales Pop-Dasein fristet.

Ungefragt, und eigentlich auch ohne noch irgendetwas auszusagen. Denn inzwschen ist das Conterfei da oben so weit weg von der Person, von seinen Vorstellungen und seinem Wesen, dass es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis der Hagebau-Markt ein fetziges "mach ihn fertig, bevor er Dich fertig macht" drüberkleistert. Oder, Gott bewahre, der Media-Markt.

Quelle:
http://www.ringfahndung.de/archives/che-guevara-pop-oder-pipi/index.php
Roland Siegert
8. Oktober 2007, 19:07
Ché war selbst dann noch Stalin-Verehrer, als sich die Sowjetunion schon von ihm distanzierte:

http://www.welt.de/wams_print/article1241679/Das_Erbe_des_falschen_Heiligen.html
Jonathan Müller
8. Oktober 2007, 21:32
"Obwohl er Hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat"

Das so als Aussage ohne Kontext hinzustellen, finde ich mehr als problematisch. Wenn jemand Gewalt anwendet (bis hin zum Töten von Menschen), so ist auch der Kontext in dem dies stattfindet zu berücksichtigen. Ansonsten ist es einfacher Populismus auf niedrigstem Niveau.

Es ist schließlich immer eine Sache der Weltanschauung (und wie mensch persönlich zu Gewalt steht), ob dies für einen legitim (bewusst nicht legal) ist.

Soldaten, die in einem Krisengebiet eine zivile Einrichtung wie z.B. eine Schule o.ä. verteidigen und dabei Menschen töten, werden ja schließlich auch nicht pauschal als Mörder dargestellt (okay, der Vergleich hinkt, mir fiel gerade kein besserer ein).

soviel für jetzt.

***
Reinhard Doberenz
8. Oktober 2007, 22:24
Was für ein Chaos im Kopgf eines mutmaßlich guten Dramatikers: "Als wir vom Tode Chés erfuhren, war unser erster Gedanke: Musste er sterben, gerade jetzt, wo er unentbehrlicher geworden war denn je...Hat er sich geopfert? Hat er das Los eines Märtyrers gewählt? ...Wie wir die Frage nach seinem Tod auch wenden, die Antwort bleibt, und sie ist einfach. Es ist eine Antwort, die auf unsere Niederlage und unsere Feigheit deutet." Feiges Gewäsch. "Che" wurde von Erich Mileke instruiert und war eine Art Anderas Baader von Castros Gnaden, d.h., er durfte offziell, was Baader sich wünschte. So ist das. Eine Pop Ikone? Nie und nimmer!!!
Joachim Heins
8. Oktober 2007, 22:28
Durch unser Konsum-Verhalten sterben auch leute in diversen "Entwicklungs"-Ländern, weil diese unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, weil die Erste-Welt nur so ausnutzen kann... Sogar ein 5-jähriges westliches Kind ist heute nicht mehr unschuldig... Aber den größten Freiheitskämpfer aller Zeiten "Killer" zu nennen, dass ist der grösste aller Tabu-Brüche, und ich glaube nicht, dass Spiegel-Leser so weit sind um damit korrekt umzugehen... Sogar Gandi hatte Menschenleben auf dem Gewissen (mehrere Zehntausend!!), obwohl er nie Gewalt angewendet hat, aber ob man jemanden direkt oder weniger direkt ermordet, spielt für die Moral keine Rolle, alles andere ist kleinbürgerliche Heuchelei!!! Ché ist genau so ein "Killer" wie Gandi, aber wieso kommt man denn nie auf dem Gedanken, Gandi so zu nennen??? Jedenfalls ist mein Problem nicht der Tabu-Bruch, den die Verwendung des Wortes "Killer" bedeutet, sondern die Heuchelei: Der Autor des Artikels könnte gleich all seinen Lesern ins Gesicht poltern, daß sie alle eigentlich auf die eine oder aandere Art "Killer" seien!!! So was wäre aber möglicherweise schlecht für die Auflage, tja, es scheint daß sich letztendlich nichts ändert...
Marco Krüllmann
8. Oktober 2007, 23:13
Das ist nicht der Ché aus der Geschichte sondern eine Marke ohne Copyright. Sehr witzig finde ich übrigends die Persiflage: Rotes T-Shirt und anstelle von Ché - Bud Spencers Gesicht. Sehr trefflich!
Benjamin T.
9. Oktober 2007, 00:29
Interessanter Artikel. Interessant finde ich, dass er mit der Aussage beginnt "Obwohl er Hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hat" und im letzten Absatz dennoch behauptet wird, er sei kein Massenmörder gewesen.

Wer das Konterfei dieses Mannes zur Schau stellt oder sich zueigen macht, ist nicht besser als jemand, der dies mit einer anderen Nazigröße von links oder rechts tut. Gewalt ist auch Mittel zum Zweck immer falsch. Das sollte eigentlich auch Sechzehnjährigen klar sein, geschweige dann "führenden Globalisierungsgegnern" (was immer das sein soll).
Werner Rausch
9. Oktober 2007, 01:10
er ist gescheitert als: Vater, Ehemann, Arzt, Minister und letztendlich als Guerilla ! Das muss ihm mal einer nachmachen !
peter schimmel
9. Oktober 2007, 13:00
das ché guevara schon lange nichts mehr mit links oder sonstigem widerständigem denken zu tun hat beweisen diese fotos: http://www.nadir.org/nadir/periodika/aib/archiv/63/16_2.jpg (Der Berlin-Brandenburger Nazi-Aktivist Sebastian Schmidtke mit Palästinenser-Tuch und Che-Guevara-T-Shirt auf einer Neonazi-Demonstration in Berlin) und http://www.rantifa.de/bethage.jpg (Rene Bethage - freier Nationalist aus Berlin). endlich angekommen im mainstream und pop.
Susanne Meier
10. Oktober 2007, 16:11
Ein wenig mehr Sachlichkeit würde dem Artikel nicht schaden. Bereits Formulierungen wie "auf dem Gewissen haben", "Schreibtischtäter", "Märtyrer" sind gefärbt und polemisch, in einigen Fällen (so dem Philosophen Karl Marx) auch offenkundig unhaltbar. Darüber hinaus versäumt es der Autor, seine Position näher zu erklären. Seine Argumentation erschöpft sich in Behauptungen. Auch die Aussage, Che sei auf der ganzen Linie gescheitert, passt nicht recht zu Ches derzeitiger Verherrlichung. Offenkundig verkörpert er etwas, nach dem sich die Mehrheit der Menschen sehnt. Anders ist der Che - Kult nicht zu erklären.

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