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1929

Filmklassiker

Deutsche Mondlandung 1929



5 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Olaf Brill

20. Juli 2009, 14:03
Danke für die intelligenten und informativen Diskussionsbeiträge.

@ Eugen Cluster: Mein Schluss-Absatz des eingereichten Artikels wurde von der Redaktion gestrichen. Er lautete: "1929, das Jahr, in dem 'Frau im Mond' herauskam, war das letzte Jahr der Stummfilm-Ära. Im Jahr mehr...

Eugen Cluster
19. Juli 2009, 14:16
Leider hat der Artikel vollkommen ignoriert oder absichtlich unterschlagen, dass der Film bei seinem Erscheinen schon vollkommen altmodisch war, da es schon den Tonfilm gab. Die "Frau im Mond" war noch ein Stummfilm und deswegen nicht sonderlich visionär.
Mathias Haman
19. Juli 2009, 14:30
Nicht nur im Westen strebte man nach dem Mond:

Im Frühjahr 1934 begann Vasily Nickolaevitch Zhuravliov, Filmdirektor bei Mosfilm, mit der Arbeit an dem Film 'Die Weltraum-Reise', dessen Thema eine Reise zum Mond ist.

Noch heute beeindrucken die realistischen Mondlandshaften, die Schwerkraftverhältnisse und andere wissenschaftlich recht korrekte Details wie etwa die Ausgestaltung der Raumanzüge oder die Stufen-Rakete aber auch fiktionale wie der Aufenthalt der Kosmonauten in Flüssigkeitstanks, um den Rückstoß beim Srart der Rakete abzufedern, genau so wie das futuristische Design des Raketenbahnhofs und des angeschlossenen Instituts für Interplanetarische Kommunikation.

Die Premiere fand im Januar 1936 im Haus des Kinos statt und wurde mit großem Applaus goutiert.

Einen Countdown sucht man allerdings in dem Film vergeblich.

Mit einer neuen Filmmusik versehen ist der Film seit 2006 auf DVD erhältlicih.

-> http://zhb.radionoise.ru/eng/zf-i.html
Ralf Koppelberg
19. Juli 2009, 22:12
Ehre, wem Ehre gebührt:

Die Franzosen waren schon 1902 auf dem Mond, und zwar mit dem 16 minütigem Stummfilm von Georges Mèliés. Kennt bestimmt jeder: da landet die Rakete im Auge des Mondmannes... ;-)
Dirk Kaemper
20. Juli 2009, 12:39
Der Film war nicht nur visionär, sondern hatte auch sehr reale Auswirkungen: Herman Oberth, technischer Berater Fritz Langs, sollte nach dem Willen der Filmproduzenten zur Premiere der "Frau im Mond" spekatkulär eine echte Rakete starten. Oberth begann mit dem Filmgeld die Arbeit an seiner "Kegeldüse" auf dem UfA-Gelände in Neubabelsberg; bei der Explosion einer Brennkammer kommt er dort fast ums Leben; die Rakete wurde zwar zur Premiere nicht fertiggestellt, wohl aber deren Entwicklung fortgesetzt. Unter anderem von Oberths jungem Assistenten Wernher von Braun. Seine Fortsetzung der Oberthschen Arbeit zum Film mündete schließlich, wenn man so will, in der A4/V2 (die ihren ersten erfolgreichen Flug mit einem Bild der "Frau im Mond" am Rumpf absolvierte) und in der Saturn V. Damit war Langs Film die initiale, wenn auch nicht die letzte fruchtbare Verbindung von Raumfahrt- und Unterhaltungsindustrie .
Olaf Brill
20. Juli 2009, 14:03
Danke für die intelligenten und informativen Diskussionsbeiträge.

@ Eugen Cluster: Mein Schluss-Absatz des eingereichten Artikels wurde von der Redaktion gestrichen. Er lautete: "1929, das Jahr, in dem 'Frau im Mond' herauskam, war das letzte Jahr der Stummfilm-Ära. Im Jahr darauf wurden praktisch nur noch Tonfilme produziert. Weitere drei Jahre später hatten die Nazis die deutsche Filmproduktion fest im Griff. Kurz danach verließ Fritz Lang Deutschland. Die Nazis planten, soviel wir wissen, keine große Mondreise mehr. Sie bereiteten bereits einen Krieg vor und brauchten Raketen zu anderen Zwecken."

@ Mathias Haman: Schöner Hinweis auf den sowjetischen Mondfilm! Auf der angegebenen Website gibt es auch Screenshots zu sehen. Im deutschen Film gab es eine Reise ins Weltall bereits in Hanns Walter Kornblums "Wunder der Schöpfung" (1925, im Juni 2009 auf DVD erschienen). Und 1940 inszenierte Anton Kutter den Kulturfilm "Weltraumschiff I startet", den es wahrscheinlich dieses Jahr auf dem CineFest in Hamburg zu sehen gibt.

@ Ralf Koppelberg: Ja, Méliès' "Reise zum Mond" (1902) ist ein wichtiger Kurzfilm aus einer anderen Epoche der Filmgeschichte: als Filme noch "Kino der Attraktionen" waren und zuallererst nicht eine Geschichte erzählen, sondern Effekte präsentieren wollten wie auf dem Jahrmarkt oder im Varieté. Wer diesen Film noch nicht kennt: zum 40-jährigen Jubiläum der Mondlandung HEUTE auf Arte (23:55-0:10). Wer Lust hat (und morgen nicht zu früh raus muss), kann dann um 1:00 umschalten zu Bayern3, wo die Live-Sendung der ARD vor 40 Jahren wiederholt wird (Laufzeit: 300 Minuten).

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