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1939

Kriegsbeginn 1939 Stukas über Wielun



6 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Leszek Berger

3. September 2009, 19:28
@ VD

Seien Sie bitte nicht so rätselhaft und sagen Sie bitte ganz offen, was und wen eigentlich Sie meinen, wenn Sie die "sachliche und humane Aufarbeitung" in den Mund nehmen bzw. "einige" erwähnen, die daran kein Interesse haben sollten?

Welche entscheidende mehr...

Michael Schnickers
26. August 2009, 19:53
Auch über die Uhrzeit des ersten Angriffs gibt es heute Diskussionen. Laut Meldebericht der Luftwaffe starteten die Stukas um 5.02 Uhr vom Flugplatz Nieder-Ellguth bei Oppeln aus und griffen die Stadt um 5.40 Uhr an. Polnische Augenzeugen wie Eugeniusz Kolodziejczyk erklären jedoch unisono, das Bombardement habe eine Stunde früher stattgefunden. Stimmt das, dann wäre Wielun das erste Opfer der NS-Kriegsmaschine im Zweiten Weltkrieg gewesen, nicht die Westerplatte.

Oh Gott, wie oft denn noch???
Im Deutschen Reich galt Sommerzeit (wie heute auch),
in Polen dagegen nicht!
So kamen die Maschinen scheinbar früher an, als sie losgeflogen waren-
DAS herauszufinden, kann doch wirklich nicht so schwer sein!!!
Hans-Jürgen Peter
30. August 2009, 16:42
Soviel ich aus der Literatur (u.a. Fall Weiß v. J.Piekalkiewicz) sollte Polen schon am 27.8. angegriffen werden, das wurde aber verschoben. Zu dieser Zeit waren polnische Truppen tatsächlich in Wielun vorrübergehend stationiert, um dann in der grenznahen Umgebung Stellungen zu beziehen. Polen rechnete seit August zu jeder Zeit mit dem Kriegsausbruch. Im August flog die Luftwaffe bereits Aufklärung über Westpolen, und anhand dieser Aufnahmen von 25.-27. August wurden die Ziele ausgesucht. Dumm, dass in Wielun dann am 1.9. kein Militär mehr da war. Die Aussage von Piloten, sie hätten keine Feindberührung gehabt, bezieht sich aber allgemein auf die Luftabwehr also polnische Flak und Jäger. Somit war Wielun, wo tatsächlich nur Zivilisten getroffen wurden wiedermal eine peinliche Schlamperei, vergleichbar mit Guernica. Ein vorsätzlich geplantes Kriegsverbrechen war es aber nicht. Das ist bei den Gerichtsverfahren, gegen ehemalige Stukapiloten in den achtziger Jahren auch belegt worden.
Leszek Berger
1. September 2009, 18:24
@ H-J Peter

Ja ja, und der Vater von dem jungen E.Kolodziejczyk erwartete bereits ebenfalls eine Einberufung, war also ebenfalls so ein Halbmilitär. Der Junge selbst könnte übrigens auch eine Schleuder in der Tasche haben, nicht wahr?
Hiermit sind all die darauffolgenden Bombardierungen des Städtchens vollkommen begründet und als legal anzusehen.
LG aus Warschau
Leszek Berger
2. September 2009, 10:32
@ H-J Peter - Ergänzung

Vor über 1 Jahr haben die polnischen Soldaten in Afghanistan eine hinter einem Hügel gelegene und für sie nicht sichtbare Stelle von einem Granatwerfer beschossen, und zwar aufgrund der erhaltenen Information, wonach sich dort bewafnete Partisanen verstecken sollten.
Dabei sind leider einige Zivilisten ums Leben gekommen, am Rand eines kleinen Dorfes, das gerade hinter dem Hügel lag. Vermutlich war die Anpeilung etwas unpräzis, ähnlich wie die Zielvorrichtung des Granatwerfers.

Es war keine Stadt. Sie waren keine Luftfahrer, die die zu beschießende Stelle sehen könnten - weder vorab noch während des ersten von den serienmäßigen Angriffen, also vor den darauffolgenden.

Jetzt wirft man den Soldaten vor, daß die es nicht ausreichend genau geprüft haben, ob sich dort kein Dorf befindet und keine Zivilisten drin. Sind die Soldaten nicht imstande die entsprechende Sorgfalt nachzuweisen, so sollten sie für die vorsätzliche Tötung verurteilt werden.

Es scheint, in Deutschland (auch heutzutage) würden sie nicht nur freigesprochen, sondern auch stattdessen mit EK ausgezeichnet...

LG aus Warschau
Vladislav Delay
2. September 2009, 21:09
Stammt J.Piekalkiewicz nicht aus Polen oder sollte er aus anderen Gründen unglaubwürdig sein?
Naja egal, jedenfalls scheinen einige kein Interesse an einer sachlichen und humanen Aufarbeitung der Geschichte zu haben...
Schade eigentlich; aber vielleicht werden sie nur so glücklich?!
Leszek Berger
3. September 2009, 19:28
@ VD

Seien Sie bitte nicht so rätselhaft und sagen Sie bitte ganz offen, was und wen eigentlich Sie meinen, wenn Sie die "sachliche und humane Aufarbeitung" in den Mund nehmen bzw. "einige" erwähnen, die daran kein Interesse haben sollten?

Welche entscheidende Bedeutung sollte Ihrer Meinung nach haben, ob Herr J.P. ein Pole war oder z.B. ein Chineser?


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