Über einestages

1959

Rassentrennung im Selbstversuch

In der Hochburg des Hasses



5 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Eckhart von Glan

3. November 2009, 21:22
Die Thematik ist von dem in den Südstaaten lebenden Autor Walker Percy in dem Roman "The Last Gentleman" (dt. von Peter Handke, Titel ist mir z.Z. entfallen) aufgegriffen, wo der Protagonist (Südstaatler der lange im Norden gelebt hat) in den 60ern in den Süden mehr...

Ralf Bülow
23. Oktober 2009, 15:13
1969 erschien das Buch "Soul Sister" der Autorin Grace Halsell (1923-2000), die sich einer ähnlichen Behandlung wie John Howard Griffin unterzog und in Mississipi sowie in Harlem als 'Schwarze' arbeitete.
armin otto
23. Oktober 2009, 16:18
Wie bitte?
Günter Wallraff macht einen neuen Film über ein ernstes Thema und der erste bezugnehmende Artikel watscht den Film in einem Satz mit "Solche Konsequenzen wird Wallraff sicher nicht fürchten müssen." ab?

Möchte da jemand viele Augen vor dem deutschen Rassismus verschließen?

Marcus Landgraf
23. Oktober 2009, 16:42
Wäre es möglich von so stumpfsinnigen Vokabeln wie "Afrodeutsche" abzurücken?

Es sollte mittlerweile bekannt sein dass Schwarze nicht nur aus Afrika kommen, wir leben doch nicht mehr im 12. Jahrhundert.
Stefanie Wiemer
25. Oktober 2009, 14:04
"Afrodeutsche" ist keine stumpfsinnige Vokabel, sondern eine weitgehend von Schwarzen akzeptierte (u.a. weil selbstgewählte) Bezeichnung.
Ich möchte eher darauf hinweisen, dass "Farbig" aus dem Wortschatz gestrichen gehört. Mehr zum Thema auf www.derbraunemob.de - lohnt sich.
Ganz bezeichnend an diesem, auch an Wallraffs Selbstversuch finde ich, dass es im Verständnis dieser Männer und wohl auch der Medien Weißer bedarf, die vom alltäglichen Rassismus erzählen, damit man ihnen glaubt. Es gibt ausreichend Literatur von Schwarzen zu dem Thema - das wird dann allerdings nicht auf einestages oder sonstwo besprochen. Anscheinend nicht so ernst zu nehmen, wenn die seit ihrer Geburt Diskriminierten darüber sprechen. Da braucht man schon einen glaubwürdigen Weißen. Ich empfehle hier, auch zur Unterstützung der eigenen critical whiteness, "Deutschland schwarz-weiß. Der alltägliche Rassismus" von Noah Sow.
Eckhart von Glan
3. November 2009, 21:22
Die Thematik ist von dem in den Südstaaten lebenden Autor Walker Percy in dem Roman "The Last Gentleman" (dt. von Peter Handke, Titel ist mir z.Z. entfallen) aufgegriffen, wo der Protagonist (Südstaatler der lange im Norden gelebt hat) in den 60ern in den Süden zurückkehrt und unterwegs die Bekanntschaft eines als Afroamerikaner verkleideten weißen Journalisten macht. Beide fahren dann gemeinsam in den Süden, wo es auch prompt zu Konflikten kommt. Das ganze ist durch die Brille des Protagonisten geschildert, von Interesse für die Handlung ist hier aber eher das allgemeine Thema der "alienation" als die Frage "racism".

Ein sehr lesenwerter Roman

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