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Josef Tura
6. März 2010, 11:28
Tja, Herr Hensel, wenn der Oscar "schon garnicht der wichtigste Preis in der Filmbranche" ist, welcher soll das denn dann sein ? Etwa dieser poplige Felix ? Und was Kubrick angeht: der ist sowieso einer der meistüberschätzten Regisseure, der keinerlei Verständnis für
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Robert Kotulla
5. März 2010, 11:48
Ist ja alles schön und gut, aber geht es bei der Oscar-Verleihung um die Filme die einem elitären Cineastenzirkel am besten gefallen? Und Mafiafilme sind nicht immer unbedingt die besten! Auch wenn es Kultfilme sind, die ich auch liebe! So ist "Der mit dem Wolf tanzt" doch ein Film, der sich auch sehr kritisch mit Vernichtung der Indianer in Amerika auseinandersetzt! Und nebenbei mit fantastischen Bildern und fantastischer Musik aufwartet. Zudem ist der beste Film ja nicht der mit der besten Story oder den besten Schauspielern, sondern der Film mit der besten Story UND den besten Schauspielern UND dem besten Schnitt UND der besten Kamera ... Also in der Gesamtheit! Natürlich ist Taxi Driver ein ganz großer Film. Aber Rocky ist eben etwas größer. Es soll sogar Leute geben, die kennen den Film Taxi Driver gar nicht!
Stefan Skulesch
5. März 2010, 12:57
"Howard Gottfrieds Network"? Wie erstaunlich, ich dachte, Network stammt von Sidney Lumet...
Solange es den Oscar und die Oscar-Verleihungen gibt, wird über die vermeintliche Fragwürdigkeit von Entscheidungen diskutiert. Fakt ist, dass die AMPAS sich in ihren Entscheidungen mitnichten ausschließlich von der filmischen Qualität der zur Auswahl stehenden Filme und dem schauspielerischen Können der Akteure leiten lässt. Legendär mittlerweile, wie das aggressive Marketing der Weinstein-Brüder 1999 "Shakespeare in Love" zum Sieg verholfen hat über den favorisierten "Soldat James Ryan". Und gerade bei Schauspielern werden für die Entscheidung Kriterien herangezogen, die Objektivität vermissen lassen. Etwa, wer wurde in den Jahren zuvor übergangen (Kate Winslet)? Wer hat trotz ansprechender Lebensleistung noch keinen (Al Pacino)? Wer hat die sympathischste Rolle gehabt (Morgan Freeman 2005 für Million Dollar Baby)? Man muss kein Prophet sein, um mit Sicherheit sagen zu können, dass dieses Jahr die allseits beliebte und seit Jahren im Geschäft befindliche Sandra Bullock den Vorzug erhalten wird vor Meryl Streep (hat schon 2), Gabby Sidibe (noch jung), Carey Mulligan (noch jünger) und Helen Mirren (hat erst vor 3 Jahren einen bekommen).
Trotzdem möchte ich nicht die die reflexartige Kritik der AMPAS einstimmen. Vergessen wir nicht, dass jedes Jahr von neuem aktuelle Filme in die Entscheidung einbezogen werden. "Taxi Driver" gilt heute als Meisterwerk. Dass dies jedoch der Fall sein würde, war 1977 möglicherweise noch nicht abzusehen. Gleiches gilt für Vertigo, meiner Meinung nach eines der perfestesten Werke der Filmgeschichte. Aber 1959 waren einfach Musicals das Nonplusultra. Anderes Beispiel: 1969! Das Musical "Oliver!"siegt über 2001: Odyssee im Weltraum. Heute unvorstellbar, damals einfach dem Zeitgeist geschuldet.
Und so wird es auch Sonntag ausgehen. Ich bin gespannt, wie man in 30 Jahren von den diesjährigen Favoriten "Avatar", "The Hurt Locker" oder "Inglourious Basterds" sprechen wird. Vielleicht wird in 30 Jahren auch ein Film gefeiert, der dieses Jahr schnöde übergangen wurde. Hier denke ich an Cormac McCarthys Verfilmung "The Road".
Wolfgang Rheinschmitt
5. März 2010, 13:37
"schlicht gestricktes Rassismus-Drama "L.A. Crash""???
Ein echter Kenner, der Autor dieses Artikels *kopfschüttel*
Das genaue Gegenteil ist der Fall: Eine vielschichtige Story mit guten Darstellern, deren Handlungsstränge im letzten Drittel genial miteinander verwoben werden.
Der Film hat mich tief berührt.
Auf eine andere Art und Weise hat es im vergangenen Jahr "The Hurt Locker" getan, dessen Produzenten ich den Oscar für den besten Film gerne gönne, noch eher den Oscar für Kathryn Bigelow als beste Regie.
Meine Top 3 2009:
The Hurt Locker
State of Play
Verdammnis
Rüdiger Schott
5. März 2010, 15:17
Herr Rheinschmitt,
Sie sprechen mir aus der Seele! Allein dieser Satz zeigt, dass der Autor des Artikels nicht wirklich viel Ahnung von der Materie hat. L.A. Crash gehört sicher zu den besten Filmen überhaupt (für mich in einer Liga mit "Magnolia" und "American Beauty")
R. Schott
Stefan Hensel
5. März 2010, 15:55
Ich finde eine Diskussion über die Oscarverleihung eigentlich überflüssig.
Es ist a) nicht der einzige Preis und b) schon garnicht der wichtigste Preis in der Filmbranche...
Lieber sollte man diskutieren, nach welchen Kriterien in Deutschland Kinostarts und Filmauszeichnungen vergeben werden, da gibt es weitaus mehr zu schreiben.
matti book
5. März 2010, 19:17
Meine Güte, es ist aber doch erstaunlich, wie einestages manchmal - wenn nicht oft - völlig daneben greift. So zum Beispiel, dass es "schockierend" sei, dass Moulin Rouge gegenüber A Beautiful Mind auf der Strecke blieb. Hallo? Wo sind wir hier, in der BILD-Filmkritik-Redaktion?
Josef Tura
6. März 2010, 11:28
Tja, Herr Hensel, wenn der Oscar "schon garnicht der wichtigste Preis in der Filmbranche" ist, welcher soll das denn dann sein ? Etwa dieser poplige Felix ? Und was Kubrick angeht: der ist sowieso einer der meistüberschätzten Regisseure, der keinerlei Verständnis für Schauspieler hatte (Ryan O´Neal als Barry Lyndon, welch geniale Fehlbesetzung!) und dessen Filme heute allesamt ziemlich langweilen. Sogar Karasek hat zugegeben, daß er bei der neuerlichen Sichtung von 2001 (für sein Buch) fast eingeschlafen wär. Und Dr.Seltsam war schon damals sehr zäh und unkomisch. Sorry, liebe Kubrick-Adepten, meine Meinung:..Man sieht: man kann sich über alles streiten. Und die Oscar-Verleihung ist halt eine grandiose Show, deren Ergebnisse kein wirklicher Filmkenner wirklich ernst nimmt.
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